Freitag, 17. Oktober 2008

~ Auf der Suche nach Frischluft und Sports...

New York City wurde vom Magazin The Sporting News bereits mehrmals als "Best Sports City in America" gewählt. Wenn man in der Lower East Side lebt, kann man das zwar kaum glauben, denn der Central Park und jegliche brauchbare Grünanlage zum joggen sind weiter weg, aber einen echten New Yorker scheint das nicht zu stören. Selbst im dichtesten Verkehr sieht man Leute durch die Stadt joggen. Immer den richtigen Groove im Ohr - sprich den obligatorischen iPod - und das richtige Timing in den Beinen, damit man nicht von den agressiven Taxis überrollt wird.

Wenn man so die Überquerung der Stadt von Ost nach West überlebt hat, kommt man an den Hudson River und den schönen Hudson River Park, der sich von der südlichsten Spitze Manhattans - von Battery Park bis hoch zur 60. Strasse erstreckt. Hier wurde am Uferstreifen eine schöne Strandpromenade angelegt. Manchmal wird das Grün etwas breiter und man kann sich auf gepflegten Wiesen sonnen oder in japanisch anmutenden Parks spazieren gehen. Bänke laden zum verweilen ein und man hat einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Uferseite - New Jersey und weiter südlich die Freiheitssatue. Ein Wahnsinns Panorama zum joggen, besonders abends, bei Sonnenuntergang. http://picasaweb.google.com/WandasNYCAlbum/HudsonRiverParkAtSunset##
Weiter nördlich befindet sich an einem alten Pier das größte Sportcenter der Stadt der
Chelsea Piers Sports & Entertainment Complex, eine moderne Anlage mit Basketball, Volleyball, Kletterwänden, Schwimmhallen und hey, man kann dort sogar Golf! spielen. Neulich habe ich mich noch über zwei Leute mit kompletter Golfausrüstung in der Subway gewundert... (Es soll noch ein Berliner behaupten, ohne Auto könne man kein Golf spielen :-))

Meine Roommate Caitlin macht sich nicht die Mühe der Stadtüberquerung um Bewegung zu bekommen. Da wir nicht unweit der Williamsburgh Bridge wohnen, joggt sie immer über die Brücke und zurück. Die Williamsburgh Bridge ist ein riesen Stahlkoloss, der über den recht breiten East River (der eigentlich gar kein Fluß ist) nach Brooklyn führt. auf drei Ebenenen drängelt sich der Autoverkehr, die Subway und ganz oben Fußgänger und Fahrradfahrer von einer Seite zur anderen. Es kostet schon ein bisschen Überwindung, die schnurgerade Fahrbahn entlang zu joggen, die eintönigen Stahlverstebungen im Blick, eine Etage Tiefer rattert die Subway und weiter unten stinkt der Verkehr. Trotz der steifen Brise auf der Brücke hat man doch immer die Abgase um die Nase.

Wenn man aber von der Brooklyn Seite aus den Rückweg antritt, hat man einen phantastischen Blick auf die Skyline von New York. Rechts ragt aus Midtown das gigantische und einfach wunderschöne Empire State Building hervor und linker Hand sieht man die ganzen Wolkenkratzer des Financial District. Allein für diese Szenerie lohnt sich der Weg.
http://picasaweb.google.com/WandasNYCAlbum/ViewsFormWillamsburgBridge#

Ich denke jedoch nicht, daß das meine morgentliche Hausstrecke wird. Dazu fehlt mir doch ein bisschen Grün und die frische Luft. Da hilft nur eins - indie Subway hüpfen und ab in den Central Park...

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