Mittwoch, 5. November 2008

~ OBAMA IS PRESIDENT

Das mit der Präsidentschaftswahl war der Hammer. By the way - hat mich jemand in meinem Blog im Obama T-shirt entdeckt?
Election Night war ich auf einer Wahlparty, das kann man eigentlich auch keinem erzählen... Mein Freund Arno wohnte im Financial District in einem Apartment mit Blick auf die ganzen Hochhäuser aussen rum. Bilder davon gibt´s im Halloween Blog.

Als ich meinen Roommates erzählte, daß ich dort auf eine Wahlparty gehe, haben die erst mal ganz vorsichtig gefragt, ob es denn auch die "richtige" Wahlparty sei. Bei Leuten vom Financial District weiß man ja nie, ob die "wirtschaftlich" wählen. Aber mir ist hier noch niemand in ganz New York über den Weg gelaufen, der für McCain gestimmt hätte - und schon gar nicht für Palin. Hier machen sich alle öffentlich lustig über sie. Sogar die Werbung schlachtet sie aus... Siehe nette Werbung einer Einlagerungsfirma - überall zu sehen in der Subway:-)
Also mit Arno war ich auf der Wahlparty seines Vermieters. Alberto ist Ialiener und wohnt auch im Financial District on Broad Street, direkt gegenüber der New York Stock Exchange. Dementsprechend gediegen sah dann auch die Hütte aus - wow. Für New Yorker Verhältnisse voll der Luxus. Die Parytgäste waren auch etwas gediegener und die Gespräche eher intellektuell als ausgelassen. Viele Finanzleute, ein Professor, ein Chirurg - meist im gesetzteren Alter und überwiegend weiß. Der dazugehörige Anhang war manchmal nicht ganz so gesetzt :-). Aber die Leute waren trotzdem mit großem Enthusiasmus bei der Sache.

Also auch die Party im Financial District war eindeutig "Obama"! Was beweisst, daß man nicht automatisch bei einsetzendem Reichtum auch seinen Hirn verliert. Alberto der Gastgeber ist auch Eigentümer einiger Italienischer Restaurants in der Stadt - das Essen war also auch lecker. Es gab Pasta und verschiedene Antipasi und Prosecco zu Hauf. Alle saßen gespannt vor dem riesen Plasmafernseher und verfolgten die Hochrechnungen auf CNN.
Nachdem auch an der Westküste, um 22.00 Eastern Zeit, die letzten Wahllokale geschlossen wurden, kam kurz darauf auf CNN
"Breaking News - Obama President elected".
Plötzlich war die Stimmung wie in einer Neujahrsnacht kurz nach 12.... Alle lagen sich in den Armen und haben sich gratuliert und zugeprostet, ein paar Leute hatten wirklich Tränen in den Augen. Einer der Gäste meinte zu mir "... jetzt kann er endlich wieder stolz darauf sein Amerikaner zu sein...". Ich war auch ziemlich gerührt.
Unser Gastgeber hat noch einen Kuchen ausgepackt mit dem Schriftzug "Obama is Präsident", der genüsslich verspeist wurde. Danach gingen dann alle brav nach Hause. Der Financial District ist abends und am Wochenende eher ausgestorben. Kaum Bars und die Restaurants dort haben mehr zu den Office hours geöffnet... Von wegen "a City that never sleeps...". Auf den Strassen vor der Tür war kaum was los.
Richtig die Post ging aber wohl in Harlem ab und in den ganzen Kneipen in Midtown und Uptown. Dort war Party die ganze Nacht. Da habe ich aber auch erst am nächsten Tag aus der Presse und von Freunden erfahren. Schön war´s trotzdem und Erfahrung war´s auch.

Montag, 3. November 2008

~ New York Marathon

Von 1. bis 4. November war meine Nichte Tanita zu Besuch. Was für ein Glück wenn man dann gleich ein Ereignis, wie den New York Marathon präsentiert bekommt.

Zuerst denkt man ja - was toll daran sein soll 30.000 Leuten beim Rennen zuzuschauen. Wie meistens bei solchen Ereignissen muß man live dabei gewesen sein, um den Spirit einzufangen. Das ganze Ereignis war eine einzige riesige internationale Party. Die Rennstrecke ging über alle fünf New Yorker Stadtteile. Durch Brooklyn ging die Strecke in der Nähe des East River Ufers entlang, also mussten wir nur über die Williamsburg Bridge, die wir ja vor der Haustüre haben, nach Brooklyn rüberlaufen. Auf der anderen Uferseite liefen schon die Läufer unter der Brücke durch. Hier konnte man sich gemütlich an den Strassenrand stellen und das ganze Spektakel verfolgen - oder auch ein Teil davon sein.

An der Strasse hatten sich in regelmässigen Abständen Bands oder DJ´s postiert und ordentlich Stimmung gemacht und es gab Buden mit Essen und Trinken. Während sich die Läufer auf der Rennstrecke abquälten, machten sich die Zuschauer einen Sport daraus die Läufer anzufeuern. Das geht natürlich besser, wenn man die Läufer persönlich anfeuern kann. "Go Steven!", "You are looking good Herbert!" oder "Run Germany!!!". Wenn man ein Team mit dem Volksbank Logo vorbeilaufen sieht, darf man auch mal den Slogan "Wir machen den Weg frei!" schreien und natürlich klatschen, was das Zeug hält. Solche Sprüche hellen die gequälten Gesichter der Läufer auf und man bekommt ein freudiges und dankbares Lächeln zurückgeflirtet. Überhaupt wird hier geflirtet was das Zeug hält....

Also solltet ihr jemals vor haben am New York Marathon teilzunehmen, stellt sicher, daß ihr groß euren Namen auf euer T-Shirt schreibt, oder zumindest die Landesfalgge wo ihr herkommt. Weiteres Anfeuerpotential haben auch Firmennamen oder sonstige bekannten Logos. Oder als Superman durch die Gegend rennen kommt auch gut.

Ich bin sicher, ich habe dem Volksbankteam zur persönlichen Bestzeit verholfen :-)
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Samstag, 1. November 2008

~ Helloween in NYC

Hey, Auftakt eines heißen Wochenendes - 31. Oktober - Halloween. Was soll ich viel erzählen... schaut euch die Bilder an.

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